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Offener Brief zu den Schulprotesten

Vor etwa drei Wochen haben die Schulferien begonnen, damit enden die letzten Aktivitäten dieses Schuljahres 2025/26.

Das Jahr war allerdings alles andere als  einfach – weder für den Schulbetrieb, die Lehrpersonen, die Schüler*innen und Eltern noch für die Landesregierung und die Gewerkschaften und schon gar nicht für die Südtiroler Kulturszene: Die Schulproteste haben vieles überschattet und wohl auch zu Diskussionen und zum Umdenken gedrängt. Eindeutig sind die negativen Auswirkungen auf die Kulturarbeit: Viele freie Kulturschaffende mussten ihre bisherige berufliche Tätigkeit aufgeben und sich umorientieren, weil ihre Erwerbsmöglichkeiten gänzlich weggebrochen sind. Viele Kulturorganisationen und Kulturinstitutionen hatten am Ende massive Kosten zu stemmen. Daraus resultierend sind in Konsequenz die Angebote für Schulen für das kommende Schuljahr drastisch reduziert worden. 

Neben diesem gravierenden Erwerbsausfall stellt sich die Frage, ob wir es als Gesellschaft verantworten können, dass Schüler*innen der Zugang zu Kunst und Kultur erschwert wird, was einen massiven qualitativen Einschnitt in ihre (kulturelle) Bildung bedeutet.

Deshalb richten wir zum Abschluss dieses Schuljahres einen Appell an die Gewerkschaften, die Landesregierung, die Initiativgruppen und alle anderen am Verhandlungstisch und geben ihnen über den Sommer die Hausaufgabe, folgende Fragestellungen zu erörtern: 

  • Wie soll es im kommenden Schuljahr mit der kulturellen Bildung im Land weitergehen? 
  • Wie soll die Zukunft der Kulturarbeit gesichert werden, wenn vielen freien Kulturschaffenden und Kulturinstitutionen Erwerbsmöglichkeiten wegbrechen?
  • Welche Verantwortung tragen alle Beteiligten, damit diese schleichenden und stagnierenden Verhandlungen abgeschlossen werden und die Zukunft der kulturellen Bildung für Schüler*innen gesichert wird?
  • Wie können wir ein Jahr voller Protestmaßnahmen im kommenden Schuljahr vermeiden? 
  • Wie können wir einen erfolgreichen gemeinsamen Abschluss und Neustart schaffen, zur Zufriedenheit aller?

 

Der schlichte, unkomplizierte Zugang zu Kultur über Bildungseinrichtungen ist ein wichtiger Faktor für die kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von familiären Situationen. 

Fakt ist, dass kulturelle Teilhabe im Artikel 1 des Landeskulturgesetzes verankert und somit eine wichtige Säule für eine gleichberechtigte und faire Gesellschaft ist. Insbesondere für ein Land wie Südtirol, dessen Autonomie auf der eigenen Kultur beruht, muss dies höchste Beachtung finden!

Wir, die Allianz der Kultur, appellieren im Namen aller Kulturakteur*innen und Kulturorganisationen Südtirolweit an alle Personen an den Verhandlungstischen, jetzt aktiv zu werden, Lösungen zu finden und nachhaltige Vereinbarungen zu treffen!
Wir brauchen jetzt Lösungen, um das kommende Schuljahr abzusichern. Allerspätestens im September, wenn Schulen und Lehrpersonen in den Plenarsitzungen darüber beraten und entscheiden, warum und in welcher Form die Protestmaßnahmen fortgeführt werden, muss allen klar sein, welche schwerwiegenden Folgen diese haben können.

Jetzt schon ist klar: Es ist unbedingt eine gemeinsame Richtung und Lösung sowie ein Aufeinanderzugehen anzustreben und ein starres Beharren auf der eigenen Position zu vermeiden. Das Ergebnis muss zugunsten der Schüler*innen und ihrer kulturellen Bildung ausfallen.  




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Offener Brief zu den Schulprotesten

Vor etwa drei Wochen haben die Schulferien begonnen, damit enden die letzten Aktivitäten dieses Schuljahres 2025/26.

Das Jahr war allerdings alles andere als  einfach – weder für den Schulbetrieb, die Lehrpersonen, die Schüler*innen und Eltern noch für die Landesregierung und die Gewerkschaften und schon gar nicht für die Südtiroler Kulturszene: Die Schulproteste haben vieles überschattet und wohl auch zu Diskussionen und zum Umdenken gedrängt. Eindeutig sind die negativen Auswirkungen auf die Kulturarbeit: Viele freie Kulturschaffende mussten ihre bisherige berufliche Tätigkeit aufgeben und sich umorientieren, weil ihre Erwerbsmöglichkeiten gänzlich weggebrochen sind. Viele Kulturorganisationen und Kulturinstitutionen hatten am Ende massive Kosten zu stemmen. Daraus resultierend sind in Konsequenz die Angebote für Schulen für das kommende Schuljahr drastisch reduziert worden. 

Neben diesem gravierenden Erwerbsausfall stellt sich die Frage, ob wir es als Gesellschaft verantworten können, dass Schüler*innen der Zugang zu Kunst und Kultur erschwert wird, was einen massiven qualitativen Einschnitt in ihre (kulturelle) Bildung bedeutet.

Deshalb richten wir zum Abschluss dieses Schuljahres einen Appell an die Gewerkschaften, die Landesregierung, die Initiativgruppen und alle anderen am Verhandlungstisch und geben ihnen über den Sommer die Hausaufgabe, folgende Fragestellungen zu erörtern: 

  • Wie soll es im kommenden Schuljahr mit der kulturellen Bildung im Land weitergehen? 
  • Wie soll die Zukunft der Kulturarbeit gesichert werden, wenn vielen freien Kulturschaffenden und Kulturinstitutionen Erwerbsmöglichkeiten wegbrechen?
  • Welche Verantwortung tragen alle Beteiligten, damit diese schleichenden und stagnierenden Verhandlungen abgeschlossen werden und die Zukunft der kulturellen Bildung für Schüler*innen gesichert wird?
  • Wie können wir ein Jahr voller Protestmaßnahmen im kommenden Schuljahr vermeiden? 
  • Wie können wir einen erfolgreichen gemeinsamen Abschluss und Neustart schaffen, zur Zufriedenheit aller?

 

Der schlichte, unkomplizierte Zugang zu Kultur über Bildungseinrichtungen ist ein wichtiger Faktor für die kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von familiären Situationen. 

Fakt ist, dass kulturelle Teilhabe im Artikel 1 des Landeskulturgesetzes verankert und somit eine wichtige Säule für eine gleichberechtigte und faire Gesellschaft ist. Insbesondere für ein Land wie Südtirol, dessen Autonomie auf der eigenen Kultur beruht, muss dies höchste Beachtung finden!

Wir, die Allianz der Kultur, appellieren im Namen aller Kulturakteur*innen und Kulturorganisationen Südtirolweit an alle Personen an den Verhandlungstischen, jetzt aktiv zu werden, Lösungen zu finden und nachhaltige Vereinbarungen zu treffen!
Wir brauchen jetzt Lösungen, um das kommende Schuljahr abzusichern. Allerspätestens im September, wenn Schulen und Lehrpersonen in den Plenarsitzungen darüber beraten und entscheiden, warum und in welcher Form die Protestmaßnahmen fortgeführt werden, muss allen klar sein, welche schwerwiegenden Folgen diese haben können.

Jetzt schon ist klar: Es ist unbedingt eine gemeinsame Richtung und Lösung sowie ein Aufeinanderzugehen anzustreben und ein starres Beharren auf der eigenen Position zu vermeiden. Das Ergebnis muss zugunsten der Schüler*innen und ihrer kulturellen Bildung ausfallen.  




Adresse
Allianz der KulturSchlernstraße 1
c/o Heimatpflegeverband Südtirol
39100 Bolzano/Bozen
Autonome Provinz Bozen Südtirol
Codice Fiscale: 94161280212

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